Die BürgerInteressenGemeinschaft Spellen e.V.
ist die Vereinigung Spellener Vereine, Körperschaften,
Mandatsträger und besonders interessierter Bürger.

Wie alles begann

Unsere Mundart Plattdeutsch wird wieder aktiviert.

Wer in et Holt sett, der hätt gut Fleuten maaken.

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Rheinland trafen sich 1980 im Gasthaus Elmer in Marienthal Mundart interessierte Menschen zu einem Austausch.

Bernd Nettelbusch, von der literarischen Werkstatt Wesel, Günter Heiligenpahl aus Brünen, Wanda Helmich aus Hünxe und Hermann Hallen, Hedwig Weymann, Joachim Fuhrmann, Marta und Johann Kampen aus Spellen. Während es in Hünxe und Brünen schon gute Vorbereitungen gab, hörten die Spellener erst einmal begeistert zu.

Als eine erste Probe wurde ein Plattdeutscher Abend (im Programm unterstützt von Wanda Hellmich, Lehrer Scholten und Bernd Nettelbusch) im Saal Westerfeld bei Rotkohl, Karbonaden und Kartoffeln vorgestellt - und mit viel Sympathie honoriert. Winfried Weltgen, damaliger Vorsitzender der B.I.G., führte mit Humor und dem Plattdeutschen sehr verbunden durch den Abend.

Fünf Darsteller lasen auf der Bühne das von Bernd Nettelbusch geschriebene Theaterstück Dat Zöffken vor. Die humoristische Darbietung von Hedwig Weymann und die eher holprige Art von Joachim Fuhrmann brachten das Publikum zum Lachen - der Plattdeutsche Abend war geboren.

Schnell fanden sich begeisterte Spellener zusammen. Sie planten, diskutierten und packten an. Dankbar nahmen sie dabei die Unterstützung von Hünxer und Brünener Mitstreitern an.

So fand der 1. Plattdeutsche Abend unter der Leitung von Winfried Weltgen am 11. Januar 1985 bei Wessel van Holt statt.

Der Saal - überfüllt und vom Geruch des Sauerkrauts mit weißen Bohnen, Stampfkartoffeln und Mettwurst durchzogen - tobte vor Begeisterung. Vier Stunden Programm schienen niemandem zu lange zu sein. Akteure und Gäste waren sich einig, so soll es weitergehen – Jahr um Jahr.

Bereits beim ersten Abend brachten die Kinder Edda und Arnd Hofmeister ein Kinderstück mit Gesang auf die Bühne. Und eine Tanzgruppe, damals selbstverständlich mit Klumpen und mit den schönen alten, plattdeutschen Liedern, trugen zur lockeren Atmosphäre bei.

Das ist bis heute so geblieben: Seit 2000 gibt es eine neue, verjüngte Tanzgruppe, die mit viel Engagement dabei ist und seit 5 Jahren freuen wir uns über die Mitgestaltung von Schülern unserer Astrid-Lindgren Grundschule.

Viele begeisterte Mitspieler haben uns oder mussten uns in den 27 Jahren verlassen. Andere sind noch heute dabei, Neue sind hinzugekommen. Damit aber die Plattdeutsche Abende noch lange weiter bestehen, brauchen wir dringend Interessierte, die mitspielen und mithelfen wollen, dass unsere Mundart nicht ausstirbt.

So wor et, so üs et, on so sall et bliewen.

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